Thurgau
Der Kanton Thurgau, idyllisch im Nordosten der Schweiz am Südufer des Bodensees gelegen, verzaubert seine Besucher als Oase der Ruhe und als Paradies für Genussreisende und Aktivurlauber. Touristisch hat sich die Region, die liebevoll auch als „Mostindien“ bezeichnet wird, ganz dem sanften und naturnahen Tourismus verschrieben. Ein dichtes Netz aus perfekt ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen zieht Outdoor-Begeisterte an, wobei die Routen entlang des glitzernden Seeufers oder vorbei an historischen Riegelbaudörfern führen. Besonders beliebt ist der Thurgau bei Familien und Erholungssuchenden, die die charmanten Strandbäder, die gemütlichen Besenbeizen und das außergewöhnliche Übernachtungsangebot – wie etwa in den bekannten Thurgauer „Bubble-Hotels“ unter freiem Himmel – schätzen. Kulinarisch dreht sich hier alles um regionale Erzeugnisse: Frischer Fisch aus dem Bodensee, erstklassige Weine aus den lokalen Weinbergen und natürlich die allgegenwärtigen Spezialitäten rund um den Thurgauer Apfel prägen die Gastronomie.
Landschaftlich präsentiert sich der Kanton als eine sanft gewellte, fast meditative Hügellandschaft, die von einer wohltuenden Weite geprägt ist. Im Norden bildet der majestätische Bodensee zusammen mit dem unberührten Hochrhein eine natürliche Grenze, deren Uferzonen im Sommer maritimes Flair versprühen. Das landschaftliche Markenzeichen des Thurgaus sind jedoch seine riesigen Streuobstwiesen und weitläufigen Obstgärten. Im Frühjahr, wenn sich die gesamte Region während der Apfelblüte, der sogenannten „Bluescht“, in ein weiß-rosa Blütenmeer verwandelt, bietet sich Besuchern ein spektakuläres Naturschauspiel. Im Hinterland prägen die Flussläufe von Thur und Murg, idyllische Weiherketten sowie dichte Wälder das Landschaftsbild, das nach Süden hin sanft ansteigt und immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die nahegelegene Alpenkette freigibt.
Geschichtlich blickt der Thurgau auf eine tief verwurzelte und abwechslungsreiche Vergangenheit zurück, deren Spuren überall in der Region sichtbar geblieben sind. Einst siedelten hier Pfahlbauer, gefolgt von den Römern, die mit dem Kastell Tasgetium in Eschenz wichtige strategische Stützpunkte errichteten. Im Mittelalter stand das Gebiet unter dem Einfluss der Kyburger und später der Habsburger, bevor es 1460 von den Eidgenossen erobert und als gemeine Herrschaft verwaltet wurde. Erst im Jahr 1803 erlangte der Thurgau durch die Mediationsakte Napoleons seine Unabhängigkeit als eigenständiger Kanton. Zeugen dieser bewegten Epochen sind die zahlreichen, prächtig erhaltenen Schlösser wie Arenenberg – der einstige Exilsitz von Kaiser Napoleon III. – sowie das geschichtsträchtige Wasserschloss Hagenwil. Auch sakrale Bauten wie das über 800 Jahre alte Kloster Fischingen am Jakobsweg zeugen von der reichen, jahrhundertelangen Kulturgeschichte dieses vielseitigen Schweizer Kantons. KI
Lage
Frauenfeld, Schweiz