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St. Gallen

Der Kanton St. Gallen im Nordosten der Schweiz fasziniert als ungemein vielseitiges Reiseziel, das die Brücke zwischen urbaner Hochkultur, idyllischen Seenlandschaften und alpinen Abenteuern schlägt. Touristisch glänzt die Region mit einem extrem breiten Angebot, das Kulturbegeisterte, Sportler und Erholungssuchende gleichermaßen anspricht. Das Herzstück bildet die gleichnamige Kantonshauptstadt St. Gallen, die mit ihrer historischen, verkehrsfreien Altstadt, den prächtigen barocken Erkern und einer lebendigen Kulturszene verzaubert. Außerhalb der Stadt locken charmante Destinationen wie das mittelalterliche Städtchen Rapperswil-Jona – die Stadt der Rosen – am Zürichsee oder das mondäne Bad Ragaz, das als Wellnessoase von Weltruf für Entspannung auf höchstem Niveau sorgt. Kulinarisch ist die Region weit über die Landesgrenzen hinaus für die legendäre St. Galler Bratwurst sowie für die Spitzenweine aus dem Rheintal bekannt.
Landschaftlich präsentiert sich St. Gallen als spektakuläre Schweiz im Kleinen, deren Topografie von tiefen Tälern bis zu schroffen Alpengipfeln reicht. Im Norden grenzt der Kanton an den majestätischen Bodensee, während sich im Süden die spektakuläre Kulisse der Churfirsten und des Alpsteingebirges erhebt. Ein absolutes landschaftliches Juwel ist das berauschende Wander- und Skigebiet Pizol sowie die Tektonikarena Sardona, die als UNESCO-Weltnaturerbe tiefen Einblick in die Entstehung der Alpen gewährt. Der fjordähnliche Walensee, dessen steile Felswände direkt im tiefblauen Wasser versinken, versprüht im Sommer fast schon mediterranes Flair. Ob beim Segeln auf dem Bodensee, beim Wandern auf dem berühmten Rheintaler Höhenweg oder beim Skifahren im Toggenburg – die landschaftliche Vielfalt bietet zu jeder Jahreszeit die perfekte Kulisse für Outdoor-Aktivitäten.
Geschichtlich besitzt St. Gallen eine immense europäische Bedeutung, die bis heute im Stadtbild und in der Identität der Region spürbar ist. Die Keimzelle der Entwicklung liegt im Jahr 612, als der irische Wandermönch Gallus an der Steinach eine Einsiedelei gründete. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte das mächtige Kloster St. Gallen, das im Mittelalter zu einem der wichtigsten kulturellen und wissenschaftlichen Zentren Europas aufstieg. Der prachtvolle Stiftsbezirk mit seiner barocken Kathedrale und der weltberühmten Stiftsbibliothek – die jahrhundertealte, kostbare Handschriften beherbergt – wurde zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Nach Jahrhunderten der Unabhängigkeit und der Herrschaft der Fürstäbte sowie einer bedeutenden Blütezeit als weltweites Zentrum der Textil- und Spitzenindustrie im 19. Jahrhundert, fand der Kanton St. Gallen im Jahr 1803 im Zuge der napoleonischen Neuordnung seine heutige Form als moderner, souveräner Schweizer Kanton. KI

Lage

St. Gallen, Schweiz