Bilder folgen

Nunavut

Das Territorium Nunavut im äußersten Norden Kanadas fasziniert als eines der abgelegensten und unberührtesten Reiseziele unseres Planeten. Seine Fläche nimmt rund ein Fünftel der gesamten Landmasse Kanadas ein, wird jedoch von nur etwa 40.000 Einwohnern bevölkert. Übersetzt aus der Sprache der Inuit bedeutet der Name passenderweise „Unser Land“. Für ein Internetportal präsentiert sich dieses riesige arktische Archipel als ultimatives Sehnsuchtsziel für Extremabenteurer und Kulturinteressierte, die eine vollkommene Abgeschiedenheit weit jenseits der Baumgrenze sowie eine tiefe spirituelle Verbindung zur Natur suchen.
Aus landschaftlicher Sicht offenbart sich in Nunavut eine atemberaubende Eis- und Steinwüste von monumentaler Schönheit. Die Natur wird von gewaltigen Gletschern, tief eingeschnittenen Fjorden, arktischer Tundra und gigantischen Packeisfeldern dominiert. Ein unbestrittenes Juwel ist Baffin Island mit dem Auyuittuq-Nationalpark. Hier thront unter anderem der spektakuläre Mount Thor, der mit 1.250 Metern die weltweit höchste vertikale Steilwand besitzt und Kletterer aus aller Welt anzieht. Im Frühjahr und Sommer lockt die sogenannte Eiskante (Floe Edge) – der magische Ort, an dem das gefrorene Landsatelliteneis auf den offenen Ozean trifft und spektakuläre Sichtungen von Belugawalen, Narwalen, Walrossen und Eisbären ermöglicht.
Geschichtlich blickt Nunavut auf eine jahrtausendealte indigene Zivilisation zurück. Seit mehr als 4.000 Jahren trotzen die Vorfahren der Inuit den extremen Bedingungen der Arktis, deren traditionelles Wissen (Inuit Qaujimajatuqangit) das Fundament der modernen Gesellschaft bildet. Die europäische Entdeckung ab dem späten 16. Jahrhundert war geprägt von der verzweifelten Suche nach der legendären Nordwestpassage durch Seefahrer wie Martin Frobisher oder John Franklin. Politisch schrieb die Region am 1. April 1999 Weltgeschichte, als Nunavut nach jahrzehntelangen Verhandlungen offiziell als eigenständiges Territorium von den Northwest Territories abgespalten wurde – das größte Abkommen über indigene Landansprüche in der Geschichte Kanadas.
Aus touristischer Sicht ist die Region kein Ort für klassischen Massentourismus, sondern ein exklusives Pflaster für authentische Expeditionen. Das urbane, von bunten Häusern geprägte Zentrum bildet die Hauptstadt Iqaluit an der Frobisher-Bucht, die mit modernen Kulturzentren und Kunstgalerien das Tor zur Arktis darstellt. Besucher können hier herausragendes indigenes Kunsthandwerk wie Specksteinschnitzereien erwerben oder in die Tradition des Kehlkopfgesangs eintauchen. Outdoor-Aktivitäten wie Hundeschlittenfahrten im arktischen Winter, Kajaktouren zwischen Eisbergen im Sommer oder das Erleben der Mitternachtssonne machen Nunavut zu einer tief beeindruckenden und absolut einzigartigen Grenzerfahrung. KI

Lage

Iqaluit, Nunavut, Kanada