Bilder folgen

Der Endicott Arm im Südosten Alaskas präsentiert sich für ein Internetportal als ein spektakuläres und tief beeindruckendes Reiseziel, das eiszeitliche Naturwunder, eine faszinierende Expeditionsgeschichte und unvergessliche touristische Erlebnisse harmonisch miteinander verbindet. Als südlicher Ausläufer der riesigen Meeresbucht Holkham Bay erstreckt sich dieser majestätische, rund 45 Kilometer lange Fjord etwa 80 Kilometer südlich der alaskischen Hauptstadt Juneau tief in die rauen Küstenberge hinein. Da die Region vollkommen straßenlos ist, bleibt sie ein streng geschütztes Wildnisgebiet inmitten eines riesigen Nationalforsts, das Reisende ausschließlich auf dem Seeweg erkunden können.
Landschaftlich bietet der Endicott Arm eine Kulisse von überwältigender, fast surrealer Dramatik. Nahezu ein Fünftel des tiefen Fjords ist permanent von Eis bedeckt. Gesäumt wird die stahlblaue Meeresstraße von steilen, bis zu 1.500 Meter hoch aufragenden Granitwänden, von deren bewaldeten Klippen unzählige tosende Wasserfälle direkt in die Tiefe stürzen. Das unbestrittene geografische Kronjuwel befindet sich am Ende des Tals: Der gigantische, tiefblaue Dawes-Gletscher mündet hier direkt in den Ozean. Seine mächtige, über 180 Meter hohe Eiswand kalbt regelmäßig, wobei tonnenschwere Eisbrocken unter donnerndem Getöse in die Fluten stürzen und die Wasseroberfläche mit zahllosen leuchtend kobaltblauen Eisbergen und bizarren Skulpturen übersäen.
Die geschichtliche Dimension des Fjords spiegelt den Geist der frühen Entdecker wider. Jahrhundertelang nutzten die indigenen Völker der Küste die geschützten Gewässer für den saisonalen Fischfang. Seine kartografische Erfassung verdankt der Fjord einer Vermessungsexpedition im Jahr 1889. Damals wurde die Meeresstraße offiziell nach William Crowninshield Endicott benannt, der zu dieser Zeit als Kriegsminister unter der US-Präsidentenverwaltung diente. Um diese unberührte Urlandschaft für nachfolgende Generationen zu bewahren, wurde der Fjord im Jahr 1980 zusammen mit dem parallel verlaufenden Nachbarfjord per Gesetz als geschütztes Wildnisgebiet deklariert.
Für Touristen ist der Endicott Arm ein absolutes Sehnsuchtsziel für Naturfotografie und anspruchsvolle Expeditionskreuzfahrten. Die langsame Fahrt durch das treibende Packeis vorbei an schroffen Felswänden gehört zu den spektakulärsten Erlebnissen einer Alaska-Reise. Die nährstoffreiche Region bildet ein Paradies für Tierbeobachtungen: Die Eisschollen direkt vor der Gletscherfront dienen einer der größten Populationen von Seehunden im Südosten Alaskas als geschützte Brut- und Ruheplätze. Zudem lassen sich an den Hängen oft Bergziegen und Bären sichten, während Buckelwale und Orcas die tiefen Gewässer durchziehen. Wer das Abenteuer sucht, erkundet die Nebenfjorde – wie den engen, von extremen Gezeitenströmungen geprägten Meeresarm Fords Terror – im Rahmen von geführten Kajaktouren. KI

1 Reise nach Endicott Arm

Lage

Endicott Arm, Alaska, USA