Das Misty Fjords National Monument im äußersten Südosten Alaskas präsentiert sich für ein Internetportal als ein majestätisches und vollkommen ungezähmtes Reiseziel, das Naturwunder der Eiszeit, tiefe geschichtliche Wurzeln und exklusive touristische Abenteuer in sich vereint. Als flächenmäßig größtes Wildnisgebiet im riesigen Nationalforst der Region erstreckt sich diese monumentale Kulisse über Millionen von Hektar unberührter Natur nordöstlich der Küstenstadt Ketchikan. Da es keinerlei Straßenverbindungen gibt, bleibt dieses mystische Paradies ein isolierter Ort, der ausschließlich aus der Luft oder über den Seeweg erreicht werden kann.
Aus landschaftlicher Sicht bieten die Misty Fjords ein Panorama von überwältigender, fast surrealer Dramatik. Vor rund 18.000 Jahren haben gigantische, zurückweichende Eismassen tiefe, schmale Salzwasserfjorde in das harte Gestein der Boundary-Bergkette geschliffen. Das auffälligste Merkmal sind die fast senkrechten, bis zu 1.000 Meter hoch aufragenden Granitwände, die direkt aus dem tiefblauen Ozean in den Himmel ragen. Von ihren bewaldeten Kronen stürzen unzählige spektakuläre Wasserfälle in die Tiefe, gespeist von verborgenen Bergseen und riesigen Schneefeldern. Der dichte, von Moosen und Farnen überwucherte Küstenregenwald aus Sitka-Fichten, Zedern und Hemlocktannen klammert sich an die schroffen Felsen. Ihren Namen verdankt die Region dem fast allgegenwärtigen, dichten Küstennebel und feinen Dunst, der sich mystisch um die Klippen legt und der Landschaft eine geheimnisvolle, beinahe sakrale Atmosphäre verleiht.
Die geschichtliche Dimension der Fjorde reicht weit zurück. Für die indigenen Tlingit- und Haida-Völker bildeten die geschützten Wasserstraßen und die fischreichen Reviere seit Jahrtausenden die Lebensgrundlage für Jagd und Fischfang. Im späten 18. Jahrhundert erreichten die ersten europäischen Entdecker die Region; der britische Seefahrer George Vancouver kartografierte im Jahr 1793 den zentralen Behm-Kanal. Ein berühmtes geologisches und geschichtliches Wahrzeichen ist der über 60 Meter hohe Basaltkegel inmitten des Wassers – der steinerne Überrest eines längst erloschenen Vulkans, der seit Jahrhunderten Seefahrern als Orientierungspunkt dient. Zum Schutz dieser einzigartigen Biosphäre erklärte US-Präsident Jimmy Carter das Areal im Jahr 1978 offiziell zum geschützten National Monument.
Für anspruchsvolle Touristen sind die Misty Fjords das ultimative Sehnsuchtsziel für Naturfotografie und Ökotourismus. Das unvergesslichste Erlebnis ist eine Flugsafari mit einem traditionellen Wasserflugzeug: Aus der Vogelperspektive offenbart sich die gigantische Dimension der Fjorde, gekrönt von einer spektakulären Wasserlandung mitten im spiegelglatten Fjord. Alternativ erlauben Exkursionen per Katamaran oder Expeditionsboot, tief in die schmalen Arme der Meeresstraße vorzudringen. Die unberührte Wildnis beheimatet eine artenreiche Tierwelt: Während über den Wipfeln Weißkopfseeadler kreisen, lassen sich an den Ufern oft Braun- und Schwarzbären oder Bergziegen beobachten. In den fischreichen Gewässern ziehen zudem regelmäßig Robben, Schweinswale und majestätische Orcas ihre Bahnen. KI
1 Reise nach Misty Fjords
Lage
Misty Fjords National Monument, Ketchikan, Alaska, USA