Vardo

Vardø

(32) Nordgehend Täglich Ankunft Postschiff Tag (7) 03:00h – Abfahrt 03:40h N (39SM/72KM=2.343KM)
(35) Südgehend Täglich Ankunft Postschiffe Tag (7) 16:05h – Abfahrt 17:00h S  (50SM/93km=2.558km)

Vardø, Provinz Trøms og Finnmark

EW 1.970 (2024) Östlichste Kommune Norwegens, weiter Östlich als Istanbul auf der Insel Vardøya an der Barentsee. Die Region ist das Tor zu Barentsee viele der kleineren Inseln sind von Vogelfelsen gesäumt, reiche Futtergründe begünstigen die Vogelpopulation. Die Insel ist durch den Vardøtunnel mit dem Festland verbunden. Archäologische Funde deuten eine Besiedelung vor etwa 7.000 v.Ch. an, der Ort wurde 1306 gegründet und sollte Bollwerk gegen Russland sein, seit 1789 Stadtrechte. Intensive Handelsbeziehungen mit Russland, im Zuge des 2WK völlige Zerstörung der Stadt. Standort des Frühwarnsystems während des Kalten Krieges, heute auch Standort für Globus II und III angeblich um Weltraummüll zu orten, es kann aber auch die National Missle Defense der USA mit dem X-Band Radar abbilden. Die Polarnacht dauert hier vom 23.November bis 21. Januar, Mitternachtssonne an 74 Tagen vom 16.Mai bis 29.Juli. Hier ist Arktische Zone mit mittleren Temperaturen von Dezember bis März mit -3° bis -5°, im Juli und August etwa +9°. Die Temperaturspannweite recht aber von -20° bis +24°. Hier entstand der erste Unterwassertunnel Norwegens, er ist 2.890m lang und ist bis zu 88m Meter unter dem Meeresspiegel. Hier Endet die Europastraße 75, sie reicht bis Kreta (GR). Flughafen 13.000 P/J.
Auf der Rückfahrt mit dem Postschiff ist Zeit für einen Besuch der achteckigen Vardøhus Festung die etwa 10min zu Fuß vom Hafenkai liegt. Die Vardøhus Festung wurde um 1330 von König Håkon V. errichtet, es handelt sich um die Nördlichste Festung der Welt, sie dinte dazu die Russen fern zu halten. Es handelt sich um die nördlichste Festungsanlage der Welt. Zwischen 1734 und 1738 ließ König Christian sie zu der heutigen achteckigen Form umbauen. Die Festung von Vardo ist quasi das Norwegische Gallierdorf, nach der Besetzung durch die Wehrmacht wurde hier auch nach der Kapitulation Norwegens noch immer die Norwegische Flagge gehißt, letztmals am 01.11.40, erst nachdem die Deutschen die norwegische Festungskommandanten Festgenommen haben unterließen es die Norweger Ihre gegen die Hakenkreuzflagge auszutauschen. Erst nachdem die Russen am 31.10.1944 die Deutschen vertrieben hatten hisste mann wieder die National Flagge von NW.
Im 17. Jahrundert fanden hier im Norden zahlreiche Hexenprozesse statt, 77 Frauen und 14 Männer wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Unglaublich das im 17. Jahrhundert der Arm des Vatikan bis hier am Arktischen Polarmeer sein unwesen trieb. Das Hexenmahnmahl vom schweizer Architeken Zumthor erinnert an diese Zeit. 77 Frauen und 14 Männer wurden in Vardø auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das Mahnmahl besteht aus zwei Gebäuden etwas südlich der Festungsanlage.
Der nächste Hurtigruten-Hafen ist mit dem Schiff 3 Stunden entfernt, mit dem Auto benötigt man für die 247km auf der Straße etwa 3 ½ Stunden.

Vardøs Leutturm ist aus bis zu 28sm entfernung zu erkennen. Das Vardømuseum erinnert an die Polarexpeditionen, den zweiten EWeltkrieg und die Hexenverbrennungen.

Lage

Vardø, Norwegen
70.3706399, 31.1095471

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